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Mozart, Amadeus Mozart (1756-1791) und die Freimaurerei

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6. Die Zauberflöte – eine Logenarbeit?

Im Frühsommer 1791 arbeitet Mozart an der Zauberflöte, seinem Beitrag zur Diskussion um die Freimaurerei und vor dem Hintergrund des Jahres 1791 von eminenter Bedeutung. Denn in dieser Oper wird ein Geheimbund von “Eingeweihten” einerseits einem profanen10 Publikum vorgeführt, andererseits enthält die Darstellung für Logenkenner und Eingeweihte unüberhörbar auch Kritisches zur Maurerei; schließlich wendet sich diese Oper deutlich an das Publikum der Vorstadtheater, an die “kleinen Leute”, die ganz andere Erwartungen hatten als das Publikum des Burgtheaters, die ihre Kasperle- und Hanswurstfiguren noch liebten, die den Einsatz der neuesten Theatermaschinen bejubelten, eines Theaters in dem noch Zirkusluft wehte.
Berücksichtigen wir in diesem Zusammenhang nur das Freimaurerische der Handlung, so wird die Aufnahme eines Prinzen gezeigt, der zum Kreis der “Eingeweihten” gehören möchte. Er muß eine Reihe von Prüfungen durchleben und kann sich am Schluß der Oper zu den Priestern des Osiris-und-Isis-Kultes zählen. Die Rituale dieser Einweihung und ein großer Teil der benutzten Symbole gehören der Freimaurerei an.
Weder Mozart noch Schikaneder, der Verfasser des Textbuches der Zauberflöte, haben etwas “verraten”, abgesehen davon, das ihre Darstellung der Einweihung Elemente der Wiener Logen aufgreift und sie mit anderen, vornehmlich aus altägyptischen Mysterien und anderen Quellen vermischt.
Möchte denn Prinz Tamino eingeweiht werden? Eindeutig und unzweifelhaft sagt er es an keiner Stelle. Es geht ihm mehr darum, Pamina aus den Händen des “Unmenschen” und “Tyrannen” Sarastro zu befreien, der Pamina aus dem Garten ihrer Mutter geraubt hat. Eine Wandlung Taminos vom Ankläger zum Bewunderer seiner “Weisheit” läßt sich nirgends feststellen: Das sichtbare Ende ihrer Prüfungen kommentieren Tamio und Pamina lediglich mit dem Ausruf “Ihr Götter! Welch ein Glück! Gewährt ist uns Isis´ Glück.” Danach begegnet man ihnen im Schlußbild, “In priesterlicher Kleidung” unter den “ägyptischen Priestern” auf beiden Seiten stehend.
Daß Sarastro ein “Tyrann” sei, ein “böser Dämon”, erfährt Tamino von den drei Damen. Es klingt sogar plausibel, da Sarastro wirklich Pamina geraubt hat. Eine Erklärung dafür kann nicht einmal der Priester geben, denn “die Zunge bindet Eid und Pflicht!” Erst Sarastro gibt Aufklärung, wenn er zu Pamina über ihre Mutter sagt: “Du würdest um dein Glück gebracht, wenn ich dich in ihren Händen ließe.”

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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